Wenn es um Anlagen zur Schlammlagerung geht, gibt es kaum Lösungen, die auf eine so lange Einsatzgeschichte und eine solche Vielseitigkeit zurückblicken können wie Silos. Sie sind ein gängiger und unscheinbarer Bestandteil vieler Abwasserrecyclinganlagen, doch in Wahrheit stellt jeder einzelne Standort unterschiedliche Anforderungen.
Es ist wichtig, die Unterschiede in der Silotechnik zu verstehen und zu wissen, welches System für die jeweilige Anlage am besten geeignet ist. Der wesentlichste Unterschied zwischen den rechteckigen und den runden Silos von SPIRAC liegt in den Entladungsmethoden, wobei die Schieberrahmen- und die Live-Bottom-Entladung zwei unterschiedliche Optionen darstellen. Welche ist die richtige Wahl für Ihr Materialfördersystem?
Der „Sliding-Frame“ von SPIRAC ist sowohl in rechteckiger als auch in runder Siloausführung erhältlich und wurde entwickelt, um Materialansammlungen am Siloboden zu verhindern, die zu möglichen Verstopfungen führen können. Der hydraulisch angetriebene Rahmen dient dazu, sogenannte „Brücken“ – Materialansammlungen, die sich über der Entnahmeschnecke bilden und verfestigen können – aufzubrechen und das Material in Richtung einer Austrittsstelle im Silo zu leiten.
Welche Entladungsmethode ist für Sie die richtige?
Das SPIRAC-Schieberrahmensilo ist eine effektive Wahl für Anlagen, in denen häufig nicht frei fließende Materialien wie Feststoffabfälle, Holzhackschnitzel und entwässerter Schlamm verarbeitet werden. Es zeichnet sich durch eine einfache Bedienung mit wenigen beweglichen Teilen aus. Das bedeutet, dass Ihr Wartungsaufwand auf ein Minimum reduziert wird, der Betrieb außerordentlich zuverlässig ist und der Energieverbrauch gering bleibt.
Entladung über einen runden Schiebebügel
Entladung über einen rechteckigen Schieberahmen
Installation eines runden Silos mit Schieberrahmen
Für Betriebe, die regelmäßig mit besonders schwierigen, klebrigen Materialien umgehen, könnte das Live-Bottom-Silo von SPIRAC die geeignetere Option sein. Insbesondere in der Abwasserwirtschaft können sich diese Anlagen als besonders effektiv erweisen – sie wurden nämlich speziell für die Lagerung, den Transport und die Entladung von entwässertem Schlamm entwickelt.
Im Gegensatz zum Schiebebodensilo verfügt ein Live-Bottom-Silo über mehrere Spiralschnecken – in der Regel zwei bis acht, je nach Größe und Verwendungszweck. Die nebeneinander laufenden Schnecken sorgen durch ihre Bewegung dafür, dass sich keine Materialbrücken und Verstopfungen bilden können.
Ähnlich wie die Schiebegestell-Silos laufen auch die Live-Bottom-Silos mit einer sehr niedrigen Drehzahl, wodurch ein minimaler Verschleiß gewährleistet ist und nur geringer Wartungsaufwand erforderlich ist. Im Normalbetrieb sollte eine Inspektion der Anlagen lediglich alle 5 bis 10 Jahre erforderlich sein, wobei die Komponenten selbst eine Lebensdauer von bis zu 20 Jahren aufweisen.
Entladung über einen beweglichen Boden
Entladung über einen beweglichen Boden
Die Silos von SPIRAC – sowohl Schieberrahmen- als auch Schwingboden-Silos – sind in Größen von bis zu 1.000 Kubikmetern aus hochwertigem Baustahl oder Edelstahl erhältlich. Angesichts ihrer Einsatzbedingungen ist auch der Korrosionsschutz ein wesentliches Merkmal, wobei eine Reihe von Spezifikationen zur Verfügung steht, die den Anforderungen vieler Branchen gerecht werden. Möchten Sie mehr über Silos und Entladeverfahren erfahren?
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